Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren: Wie viel spart die Kombination?
Warum Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren mehr spart als jede Einzellösung

Eine Photovoltaikanlage ohne Speicher deckt tagsüber einen Teil des Verbrauchs direkt ab, den Überschuss speist sie ins Netz ein. Die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung, die die Bundesnetzagentur im Bereich Erneuerbare Energien veröffentlicht, liegt deutlich unter dem Preis, den derselbe Haushalt für zugekauften Strom aus dem Netz zahlt, oft nur bei einem Fünftel bis einem Viertel des Strompreises. Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren schließt genau diese Lücke: Der Speicher speichert den tagsüber ungenutzten Solarstrom und stellt ihn abends und nachts zur Verfügung, wenn die Anlage selbst nichts produziert. Das heißt damit, einen Teil der niedrig vergüteten Einspeisung gegen ersparten, hochpreisigen Netzbezug einzutauschen, und genau diese Differenz macht den wirtschaftlichen Effekt der Kombination aus.
Eigenverbrauchsquote: der zentrale Hebel beim Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren
Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote einer typischen Wohngebäude-PV-Anlage meist bei 25 bis 35 Prozent, der Rest wird eingespeist. Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren hebt diesen Anteil auf häufig 60 bis 80 Prozent. Jeder Prozentpunkt mehr Eigenverbrauch bedeutet eine Kilowattstunde weniger, die zum niedrigen Einspeisetarif verkauft und stattdessen zum vollen Strompreis eingespart wird. Bei aktuellen Preisdifferenzen zwischen Strombezug und Einspeisevergütung von häufig 25 bis 30 Cent pro Kilowattstunde summiert sich dieser Effekt über ein Jahr schnell auf mehrere Hundert Euro zusätzliche Ersparnis gegenüber der PV-Anlage ohne Speicher.
Beispielrechnung: Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren im direkten Vergleich
Ein Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch und einer 8-Kilowatt-Peak-PV-Anlage erzeugt im Jahr rund 8.000 Kilowattstunden Solarstrom. Ohne Speicher werden davon etwa 30 Prozent (2.400 Kilowattstunden) direkt selbst verbraucht, der Rest eingespeist. Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren, etwa mit einem 8-Kilowattstunden-Speicher, steigert den Eigenverbrauch auf rund 70 Prozent (5.600 Kilowattstunden). Die zusätzlichen 3.200 Kilowattstunden Eigenverbrauch, die vorher zu etwa 8 Cent je Kilowattstunde eingespeist wurden und jetzt zu rund 32 Cent je Kilowattstunde nicht mehr zugekauft werden müssen, ergeben eine zusätzliche jährliche Ersparnis von grob 770 Euro. Bei Speicherkosten von etwa 6.000 bis 8.000 Euro für ein System dieser Größe amortisiert sich der Speicher damit rechnerisch in 8 bis 10 Jahren, deutlich beeinflusst durch die konkrete Eigenverbrauchssteigerung im eigenen Haushalt.
Wie sich Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren auf die Amortisation auswirkt
Der Speicher verkürzt nicht nur seine eigene Amortisationszeit, sondern wirkt auch auf die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage zurück: Da ein größerer Anteil des erzeugten Stroms zum vollen Strompreis eingespart statt zur niedrigeren Einspeisevergütung verkauft wird, steigt der durchschnittliche Ertragswert jeder erzeugten Kilowattstunde. In der Praxis verkürzt Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren die Amortisationszeit der Gesamtanlage häufig um 2 bis 3 Jahre gegenüber einer getrennten Betrachtung, weil sich beide Komponenten gegenseitig aufwerten statt sich nur zu addieren.
Wann sich Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren besonders lohnt
- Hoher Abendverbrauch: Haushalte, die abends kochen, Wäsche waschen oder ein E-Auto laden, profitieren stärker, weil der Speicher genau diese Lastspitzen aus gespeichertem Solarstrom statt aus teurem Netzstrom deckt.
- Große Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung: Je größer der Abstand, desto mehr spart jede zusätzlich eigenverbrauchte Kilowattstunde gegenüber der Einspeisung.
- Neubau oder ohnehin geplante PV-Investition: Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren von Anfang an spart doppelte Installationskosten gegenüber einer späteren Nachrüstung.
- Geplante Wärmepumpe oder E-Auto: Beide Großverbraucher erhöhen den Abendverbrauch zusätzlich und verstärken den Effekt der Kombination weiter.
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Renogy Batteriespeicher-Systeme
Wer die Kombination aus PV-Anlage und Speicher konkret plant, findet im Renogy-Sortiment verschiedene Speichergrößen, die sich modular an die eigene Anlagenleistung und den ermittelten Eigenverbrauchs-Zielwert anpassen lassen.
Worauf bei der Kombination praktisch zu achten ist
Damit die Kombination tatsächlich die rechnerisch mögliche Ersparnis liefert, sollte die Speichergröße zur PV-Anlagenleistung passen, ein zu kleiner Speicher schöpft den Überschuss nicht aus, ein zu großer bleibt an vielen Tagen unvollständig geladen. Der Wechselrichter muss die Kombination aus PV-Erzeugung und Speicherladung technisch unterstützen, bei einer nachträglichen Speichernachrüstung lohnt sich deshalb ein Blick auf die Kompatibilität mit der bestehenden Anlage. Auch das eigene Verbrauchsprofil spielt eine Rolle: Wer tagsüber ohnehin viel verbraucht (Homeoffice, Poolpumpe, Klimaanlage), hat einen geringeren nutzbaren Überschuss und damit auch einen geringeren zusätzlichen Nutzen durch den Speicher als ein Haushalt mit klassischem Abendverbrauchsmuster.
Ein Batteriemanagementsystem mit hohem Wirkungsgrad reduziert die Lade- und Entladeverluste, die in der Beispielrechnung oben bereits als Sicherheitsabschlag berücksichtigt sind. Bei modernen Lithium-Eisenphosphat-Speichern (LFP) liegt der Round-Trip-Wirkungsgrad meist bei 90 bis 95 Prozent, ältere Bleiakku-Systeme liegen spürbar darunter und schmälern damit den Kombinationseffekt zusätzlich.
Weiterführende Rechner und Artikel
Die genaue Speichergröße für die eigene PV-Anlage lässt sich im Artikel Speichergröße berechnen: Wie viel kWh Batteriespeicher brauche ich? Schritt für Schritt ermitteln, bevor man Stromspeicher und PV-Anlage konkret kombinieren möchte. Grundlegende Informationen zur Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern allgemein liefert der Artikel PV-Speicher: Amortisiert sich ein Batteriespeicher? Die konkrete Amortisationszeit für den eigenen Haushalt, wenn Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren zum Thema wird, lässt sich direkt im Solar-Amortisationsrechner simulieren. Wer den eigenen Tagesverlauf von Erzeugung und Verbrauch detailliert durchrechnen möchte, findet im PV Kosten- und Verbrauchsrechner ein passendes Excel-Tool dafür.
Häufige Fragen zum Thema Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren
Lohnt sich ein Speicher auch bei einer kleinen PV-Anlage?
Bei sehr kleinen Anlagen (unter 4 Kilowatt-Peak) ist der nutzbare Tagesüberschuss oft begrenzt, ein kleiner Speicher von 2 bis 4 Kilowattstunden kann trotzdem sinnvoll sein, wenn der Abendverbrauch entsprechend niedrig ausfällt. Bei Balkonkraftwerken mit 800-Watt-Einspeisegrenze eignen sich speziell dafür ausgelegte Kleinspeicher, keine für Dachanlagen dimensionierten Systeme.
Rechnet sich die Kombination auch ohne Förderung?
Ja, der wirtschaftliche Effekt beim Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren entsteht unabhängig von Förderprogrammen allein aus der Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung. Eine Förderung verkürzt die Amortisationszeit zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung für die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit.
Ist eine nachträgliche Speichernachrüstung genauso wirtschaftlich wie eine gemeinsame Installation?
Der laufende Ersparniseffekt ist nahezu identisch, bei der Nachrüstung fallen aber zusätzliche Installationskosten an, die bei einer von Anfang an gemeinsam geplanten Anlage teilweise entfallen. Wirtschaftlich sinnvoll bleibt Stromspeicher und PV-Anlage kombinieren auch nachträglich, sofern der bestehende Wechselrichter kompatibel ist oder ein AC-gekoppeltes Speichersystem eingesetzt wird.