Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren: Wie viel spart die Kombination?

Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren: Warum das Duo so gut zusammenpasst

Wärmepumpe Photovoltaik kombinieren ist eine der Fragen, die sich viele Hausbesitzer bei der Heizungsplanung stellen, denn beide Investitionen ergänzen sich wirtschaftlich besonders gut. Wärmepumpe und Photovoltaik zu kombinieren gilt als eine der wirtschaftlich sinnvollsten Kombinationen im Eigenheim, weil beide Systeme denselben Energieträger nutzen: Strom. Die Photovoltaikanlage erzeugt ihn selbst, die Wärmepumpe verbraucht ihn für die Heizung, wer den selbst erzeugten Solarstrom direkt für den Wärmepumpenbetrieb nutzt, spart den Zukauf von Netzstrom zum vollen Tarif.

Anders als bei vielen anderen Verbrauchern im Haushalt lässt sich der Wärmepumpenbetrieb zudem gut an die Sonnenstunden anpassen, etwa durch Pufferspeicher oder eine PV-Überschussregelung, das erhöht den Eigenverbrauchsanteil zusätzlich.

Wie viel Solarstrom deckt eine Wärmepumpe im Jahr?

In der Praxis liegt der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms am jährlichen Wärmepumpenstrombedarf meist zwischen 20 und 40 Prozent, ohne Batteriespeicher. Der Grund: Der größte Heizbedarf fällt im Winter an, wenn die PV-Erträge am niedrigsten sind, während die Anlage im Sommer viel Überschuss produziert, der ohne Speicher oder Wärmepumpen-Pufferspeicher weitgehend ungenutzt ins Netz eingespeist wird.

Mit einem Batteriespeicher oder einem thermischen Pufferspeicher, der tagsüber mit PV-Überschuss beladen wird, lässt sich der solare Deckungsanteil auf teils über 50 Prozent steigern. Wie sich ein Batteriespeicher grundsätzlich rechnet, zeigt der Artikel PV-Speicher: Amortisiert sich ein Batteriespeicher?.

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Solarspeicher von Renogy

Wer den solaren Deckungsanteil der Wärmepumpe über die typischen 20 bis 40 Prozent hinaus steigern will, kommt an einem Batteriespeicher kaum vorbei. Das Sortiment an LiFePO4-Speichern und Solarbanks von Renogy deckt vom kleinen Pufferspeicher bis zur größeren Heimspeicherlösung mehrere Kapazitätsklassen ab.

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Wärmepumpe Photovoltaik kombinieren: Was die Wirtschaftlichkeit gegenüber Einzellösungen bringt

  • Geringere Stromkosten: Jede selbst erzeugte und direkt verbrauchte Kilowattstunde spart den Bezug zum Netzstromtarif, meist deutlich teurer als die Erzeugungskosten der eigenen Anlage.
  • Unabhängigkeit von Strompreisschwankungen: Ein höherer Eigenverbrauchsanteil reduziert die Abhängigkeit vom volatilen Strommarkt, gerade bei einer Wärmepumpe mit hohem Jahresstrombedarf spürbar.
  • Bessere Amortisation beider Investitionen: Die Wärmepumpe amortisiert sich schneller, weil ein Teil ihres Stroms günstiger ist als Netzstrom, gleichzeitig steigt der Eigenverbrauch der PV-Anlage, was auch deren Amortisationszeit verkürzt. Details zur Wärmepumpen-Amortisation allein liefert der Artikel Wärmepumpe Amortisation: Wie lange dauert es wirklich?.
  • Steuerungsoptionen: Viele moderne Wärmepumpen lassen sich per Smart-Grid-Schnittstelle (SG-Ready) so steuern, dass sie bevorzugt bei PV-Überschuss laufen und den Pufferspeicher dann stärker aufheizen.

Worauf bei der Kombination praktisch zu achten ist

Wärmepumpe Photovoltaik kombinieren: Wohnhäuser mit Solaranlage aus der Luft

Wer Wärmepumpe und Photovoltaik von Anfang an gemeinsam plant, sollte die PV-Anlage nicht nur nach dem bisherigen Haushaltsstromverbrauch dimensionieren, sondern den zusätzlichen Jahresstrombedarf der Wärmepumpe von vornherein einrechnen. Eine zu klein dimensionierte Anlage deckt sonst nur einen kleinen Teil des Wärmepumpenstroms, eine zu groß dimensionierte erzeugt im Sommer viel ungenutzten Überschuss.

Ein zweiter wichtiger Hebel ist die Steuerung: Eine Wärmepumpe mit SG-Ready-Schnittstelle oder eine Energiemanagement-Lösung im Haus kann den Betrieb automatisch in sonnenreiche Stunden verlegen, etwa durch Anheben der Pufferspeichertemperatur bei PV-Überschuss. So lässt sich der solare Deckungsanteil auch ohne Batteriespeicher spürbar erhöhen, ganz ohne dass Bewohner manuell eingreifen müssen.

Wichtig ist außerdem der gewählte Stromtarif für den Netzbezug außerhalb der Sonnenstunden. Ein separater Wärmepumpentarif senkt die Kosten für den zugekauften Reststrom zusätzlich zur Solarstromersparnis, die Kombination aus günstigem Reststromtarif und hohem Eigenverbrauchsanteil liefert in der Praxis den größten Effekt. Wer beide Anschaffungen gemeinsam plant, kann zudem oft Fördermittel für Wärmepumpe und Photovoltaik getrennt beantragen, aktuelle Förderbedingungen veröffentlicht die KfW.

Beispielrechnung

Wärmepumpe Photovoltaik kombinieren lässt sich am besten an einem Beispiel zeigen: Eine Wärmepumpe mit einem Jahresstromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden und eine PV-Anlage mit 8 kWp Leistung sind eine typische Kombination im Einfamilienhaus. Deckt die Anlage ohne Speicher rund 25 Prozent des Wärmepumpenstroms selbst, sind das etwa 1.000 Kilowattstunden, die nicht zum Netzstromtarif zugekauft werden müssen. Bei einem angenommenen Preisunterschied von rund 20 bis 25 Cent pro Kilowattstunde zwischen Eigenerzeugung und Netzbezug ergibt sich daraus eine jährliche Ersparnis im mittleren dreistelligen Bereich, zusätzlich zur Ersparnis, die die PV-Anlage ohnehin durch die Deckung des restlichen Haushaltsstroms erzielt.

Mit einem gut dimensionierten Pufferspeicher oder einer Batterie lässt sich dieser Betrag weiter erhöhen, wie stark hängt stark vom individuellen Verbrauchsprofil und der Anlagengröße ab.

Amortisation für die eigene Kombination berechnen

Wer Wärmepumpe Photovoltaik kombinieren will, sollte nicht mit Pauschalwerten planen: Da die Ersparnis stark von Anlagengröße, Wärmepumpentyp und Verbrauchsprofil abhängt, lohnt sich eine individuelle Berechnung mehr als eine Pauschalzahl. Mit dem Wärmepumpen-Amortisationsrechner und dem Photovoltaik-Amortisationsrechner lässt sich jede Investition für sich mit den eigenen Zahlen durchrechnen, kostenlos und ohne Registrierung.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wärmepumpe ohne eigene Photovoltaikanlage?

Ja, eine Wärmepumpe amortisiert sich grundsätzlich auch ohne eigene PV-Anlage, sofern sie eine alte, teurere Heizung ersetzt und ein günstiger Wärmepumpen-Stromtarif genutzt wird. Eine PV-Anlage verbessert die Wirtschaftlichkeit zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung.

Muss die PV-Anlage für eine Wärmepumpe größer dimensioniert werden?

Wer beide Investitionen plant, sollte die PV-Anlage tendenziell etwas größer auslegen als für den reinen Haushaltsstrombedarf, weil die Wärmepumpe zusätzlichen Jahresstrombedarf hat. Die genaue Dimensionierung hängt vom Gebäude, der Wärmepumpenleistung und dem gewünschten Eigenverbrauchsanteil ab.

Bringt ein Batteriespeicher bei dieser Kombination mehr als bei PV allein?

Ein Speicher erhöht bei jeder PV-Anlage den Eigenverbrauch, bei einer Wärmepumpe als zusätzlichem Großverbraucher fällt der Effekt aber oft stärker aus, weil mehr Überschussstrom sinnvoll genutzt werden kann statt eingespeist zu werden. Ob sich der Speicher selbst amortisiert, hängt trotzdem von den individuellen Anschaffungskosten und dem Verbrauchsprofil ab.

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