Solarstrom fürs E-Auto laden: Was rechnet sich?
Solarstrom E-Auto laden: Warum sich die Kombination lohnt
Solarstrom fürs E-Auto laden ist eine der effizientesten Möglichkeiten, eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich auszureizen. Ein E-Auto ist einer der größten Stromverbraucher im Haushalt und passt damit gut zu einer Photovoltaikanlage: Wer tagsüber lädt, nutzt einen erheblichen Teil des selbst erzeugten Stroms direkt, statt ihn für wenig Geld einzuspeisen. Das erhöht die Eigenverbrauchsquote der PV-Anlage spürbar und senkt gleichzeitig die Ladekosten gegenüber öffentlichen Ladesäulen oder reinem Netzstrom erheblich.
Wie viel Solarstrom braucht ein E-Auto?
Ein durchschnittliches E-Auto verbraucht auf 100 Kilometern etwa 15 bis 20 Kilowattstunden. Bei einer typischen Jahresfahrleistung von 12.000 bis 15.000 Kilometern kommen so schnell 2.000 bis 3.000 Kilowattstunden pro Jahr zusammen, ein beachtlicher Teil des Jahresertrags einer durchschnittlichen Solaranlage.
Wallbox und intelligentes Laden
Für effizientes Laden mit Solarstrom lohnt sich eine Wallbox mit Solar-Überschussladung. Diese Technik lädt automatisch dann, wenn die Anlage mehr Strom erzeugt als der Haushalt gerade verbraucht, und passt die Ladeleistung entsprechend an. Ohne diese Steuerung wird meist zu festen Zeiten geladen, was den Anteil an genutztem Solarstrom deutlich reduziert.
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ELECQ 11 kW Smart Wallbox
Eine Wallbox mit App-Steuerung und Lastmanagement wie die ELECQ 11 kW eignet sich gut für Solar-Überschussladung: Ladeleistung und Zeitpunkt lassen sich flexibel an den PV-Ertrag anpassen, ganz ohne zusätzliche Elektrofachkraft für die Einrichtung.
Wirtschaftlichkeit im Vergleich
Wer sein E-Auto komplett mit Solarstrom statt Netzstrom lädt, spart je nach Strompreis und Ladequote mehrere hundert Euro im Jahr. In Kombination mit einem Batteriespeicher lässt sich der Solaranteil am Laden weiter erhöhen, allerdings auch mit entsprechend höherer Investition. Die grundsätzliche Amortisationsrechnung einer PV-Anlage lässt sich mit dem Solar-Amortisationsrechner durchspielen, ergänzende Überlegungen zum Speicher stehen im Artikel PV-Speicher: Amortisiert sich ein Batteriespeicher?
Häufige Fragen
Reicht eine normale PV-Anlage zum Laden eines E-Autos?
Eine Standardanlage kann einen erheblichen Teil des Ladebedarfs decken, besonders bei Ladevorgängen tagsüber. Für vollständige Deckung braucht es meist eine größere Anlage oder ergänzenden Netzstrom, vor allem im Winter.
Lohnt sich eine Wallbox mit Solarsteuerung?
Ja, der Aufpreis gegenüber einer einfachen Wallbox amortisiert sich meist innerhalb weniger Jahre durch den deutlich höheren Solarstromanteil beim Laden.
Kann ich auch ohne eigene PV-Anlage vom Konzept profitieren?
Ohne eigene Erzeugung entfällt der direkte Vorteil, dynamische Stromtarife können aber ebenfalls helfen, in günstigen Netzstromphasen zu laden.
Solarstrom E-Auto laden: Praktische Tipps für den Alltag

Wer sein E-Auto möglichst konsequent mit Solarstrom laden will, sollte den Ladevorgang so weit wie möglich in die Mittagsstunden legen, wenn der Ertrag der Anlage typischerweise am höchsten ist. Homeoffice-Tage oder ein am Wochenende zuhause geparktes Fahrzeug eignen sich dafür besonders gut, da das Auto dann während der sonnenreichen Stunden ohnehin am Netz hängt.
Aktuelle Marktübersichten zu Ladeleistung, Förderungen und technischen Anforderungen an Wallboxen veröffentlicht der ADAC, das hilft bei der Auswahl einer passenden Ladelösung für die eigene Solaranlage.
Wer das Laden zusätzlich mit einem Energiemanagementsystem koppelt, kann neben dem E-Auto auch andere Großverbraucher wie Wärmepumpe oder Waschmaschine automatisiert in sonnenreiche Zeiten legen. Das erhöht die gesamte Eigenverbrauchsquote der Anlage, nicht nur den Anteil, der fürs Laden genutzt wird, und verbessert dadurch die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage insgesamt.
Solarstrom E-Auto laden: Was bei der PV-Anlagenplanung zu beachten ist
Wer bereits beim Kauf einer Photovoltaikanlage weiß, dass künftig ein E-Auto geladen werden soll, sollte die Anlage entsprechend größer dimensionieren als bei einem Haushalt ohne Elektrofahrzeug. Ein zusätzlicher Großverbraucher verändert das gesamte Verbrauchsprofil, eine zu klein geplante Anlage kann dann nur einen kleinen Teil des Ladebedarfs decken, während ein zu großzügig bemessener Speicher unnötig Kapital bindet.
Auch die Absicherung der Elektroinstallation sollte frühzeitig mit einer Fachkraft besprochen werden, eine Wallbox mit hoher Ladeleistung stellt andere Anforderungen an den Hausanschluss als übliche Haushaltsgeräte. Wer diese Punkte von Anfang an mitplant, vermeidet spätere Nachrüstkosten und kann das Zusammenspiel aus Solarstrom, E-Auto laden und Wallbox von Beginn an optimal aufeinander abstimmen.
Langfristig lohnt sich auch ein Blick auf dynamische Stromtarife, die stundengenaue Preise anbieten. In Kombination mit einer intelligenten Ladesteuerung lässt sich so nicht nur der Solarstrom optimal nutzen, sondern auch der restliche Netzstrombedarf gezielt in günstige Preisphasen legen, das senkt die Gesamtkosten zusätzlich zur reinen Eigenverbrauchsoptimierung.